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Bremsscheiben und Sportbremsscheiben
Typ Serie Die angebotenen Bremsscheiben sind nach den Vorschriften der Automobilindustrie hergestellt und entsprechen ErstausrüsterQualität.
Typ S Typ S-Spezial-Bremsscheiben aus hochgekohltem Chrom-Nickel-Stahlguß. Jede Scheibe ist beidseitig mit Rillen und konischen Löchern versehen. Dadurch wird ein stets auf der Scheibe vorhandener Schmierfilm aus Wasser, Öl, Asphaltpartikeln, Gummiabrieb, Abgasrückständen usw. unterbrochen. Dies führt zu einer deutlich kürzeren Ansprechzeit. Die Löcher und insbesondere die Rillen verhindern außerdem die Verglasung der Bremsbeläge. Dieser Effekt führt ebenfalls zu einer Verbesserung der Bremswirkung. Durch eine bessere Wärmeabgabe insbesondere durch die Löcher werden Überhitzungsprobleme und die Gefahr des Fadings vermindert. Die Tiefe der Rillen dient auch als Verschleißanzeiger. Das verwendete Material entspricht mindestens der ErstausrüsterQualität. Da die Scheiben mit ABE geliefert werden, können diese ohne TÜV-Abnahme gegen die serienmäßigen Bremsscheiben ausgetauscht werden.
Typ X Im Unterschied zum Typ S besitzen die Sportbremsscheiben keine Rillen, sondern stattdessen weitere Löcher, die die Verglasung der Beläge verhindern. Durch die Löcher vergrößert sich die wärmeableitende Oberfläche und das „Fading“, d. h. das Nachlassen der Bremswirkung bei höheren Temperaturen wird vermindert. Die Bremsscheiben Typ X besitzen ebenfalls eine ABE.
Typ RS (wärmebehandelte Bremsscheibe) Spezial-Bremsscheiben Typ RS bieten aufgrund der beidseitigen Rillen und Löcher zunächst die gleichen Vorteile wie die Bremsscheiben Typ S. Zusätzlich wurden die Bremsscheiben einer Spezial-Wärmebehandlung unterzogen, die wichtige zusätzliche Vorteile bringt. Während des Gießvorgangs entstehen innerhalb des Gußgefüges unterschiedliche Spannungen. Durch die anschließende intensive Bearbeitung des Guß-Rohlings zur fertigen Bremsscheibe und die dadurch erzeugte hohe Wärme kommt es innerhalb des Materials zu weiteren Eigenspannungen, die ebenfalls grundsätzlich im Material verbleiben. Durch die beim Bremsen erzeugte Wärme lösen sich diese Eigenspannungen ungleichmäßig wieder auf. Durch die Entspannung des Materials kann es – selbst bei den hochwertigsten Bremsscheiben - z. B. zu Rißbildungen, den sogenannten Spannungsrissen und zu Verformungen kommen, die sich teils minimal, teils gravierend negativ bemerkbar machen. Die hier angewandte sehr aufwendige Wärmebehandlung bringt die Eigenspannungen kontrolliert , das heißt ohne Risse und Verspannungen aus dem Material heraus. Jede einzelne Scheibe wird über 36 Stunden bei gleichbleibender Temperatur, gleichem Druck, gleicher Feuchtigkeit usw. behandelt. Die optimalen Werte hierfür wurden in unzähligen Testreihen ermittelt. Die beim Bremsen erzeugte Wärme verursacht bei den so „veredelten“ Scheiben keine Material-Entspannungen mehr, sondern wird direkt schneller abgeleitet. Die derart aufwendig stabilisierten Bremsscheiben wurden bisher vornehmlich im Rennsport und in verschiedenen Luxus-Fahrzeugen eingesetzt. Der TÜV, der die Scheiben Typ RS und Typ GT im Vergleich zu sehr hochwertigen Original-Bremsscheiben geprüft hat, hat in Fahrversuchen folgende weitere Vorteile festgestellt:
- Schnelleres Erreichen der Betriebstemperatur.
- Sehr gute Ableitung der hohen Bremsscheibentemperaturen.
- Wenig Bremsfading
- Vorteile im Reibwertverhalten, in der Kompressibilität, im Pedalweg, bei den Bremsflüssigkeitstemperaturen und bei der Belagfestigkeit.
- Eine sehr gute Formstabilität nach Heißbremsung
- geräuschärmer und bessere Laufruhe
Typ GT (wärmebehandelte Bremsscheibe) Im Unterschied zum Typ RS besitzen diese Scheiben keine Löcher, sondern stattdessen weitere und zwar computerberechnete elliptisch verlaufende Rillen für eine noch bessere Reinigung der Beläge und eine bessere Bremswirkung insbesondere bei Nässe durch eine vielfache Unterbrechung des auf den Scheiben vorhandenen Schmierfilms. Die Spezial-Bremsscheiben Typ GT unterliegen exakt der gleichen Wärmebehandlung wie die Bremsscheiben Typ RS mit den dort aufgeführten Vorteilen.
Wärmebehandlung: Die Wärmebehandlung, das heißt die Erwärmung auf bestimmte Temperaturen mit nachfolgender geregelter Abkühlung, dient der positiven Veränderung der Eigenschaften von Metallen und Legierungen. So traten z.B. früher bei Verwendung von Niederquerschnitts-Reifen auf Aluminium-Rädern regelmäßig Verformungen an den Rädern auf. Durch eine spezielle Wärmebehandlung der Aluminium-Legierung konnte die Streckgrenze deutlich erhöht und eine Festigkeit erreicht werden, die den hohen Anforderungen entsprach. Auch in vielen anderen Bereichen der Eisen-, Stahl- und Aluminium- Verarbeitung ist die Wärmebehandlung inzwischen unverzichtbar.
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